Die Bauarbeiten für das Kraftwerk Meiental laufen seit September 2025 und sind auf Kurs. Gestern wurde der offizielle Spatenstich für das 40-Millionen-Projekt gefeiert. Es handelt sich um das aktuell grösste von drei Wasserkraftprojekten in der Schweiz, die im Bau sind.

v.l.n.r.: Christian Gisler (Verwaltungsrat Kraftwerk Meiental AG), Wendelin Loretz (Verwaltungsrat Kraftwerk Meiental AG), Beat Baumann (Gemeindepräsident Wassen), Werner Jauch (Verwaltungsratspräsident Kraftwerk Meiental AG), Hermann Epp (Regierungsrat Kanton Uri), Kurt Schuler (Präsident Korporation Uri)
Der Mittwoch, 11. März 2026, war ein Freudentag für die Urner Wasserkraft. In Anwesenheit von Gästen aus Politik, öffentlicher Verwaltung und dem am Bau beteiligten Gewerbe feierte die Kraftwerk Meiental AG den offiziellen Spatenstich für das jüngste Urner Wasserkraftprojekt. Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der Kraftwerk Meiental AG und CEO von Hauptaktionär energieUri, betonte: «Der heutige Tag ist ein guter Tag für die lokale und erneuerbare Energieproduktion. Der Neubau des Kraftwerks Meiental ist das 15. Wasserkraftprojekt, das energieUri allein oder zusammen mit Partnern seit 2006 im Kanton Uri umsetzen kann.» Wie eindrücklich dies ist, unterstreicht die Tatsache, dass es schweizweit aktuell nur zwei weitere, kleinere Wasserkraftprojekte in der Umsetzung gibt.
Auch Regierungsrat und Baudirektor Hermann Epp zeigte sich sehr erfreut: «Das Kraftwerk Meiental zeigt, was möglich ist, wenn Kanton, Gemeinden, Korporationen und energieUri gemeinsam anpacken. Wir nutzen unsere heimische Wasserkraft, stärken die regionale Wertschöpfung und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung.» Hermann Epp unterstrich insbesondere die hohe Wertschöpfung der Wasserkraft für den Kanton Uri. Dazu trägt auch das Kraftwerk Meiental bei: Von den Gesamtinvestitionen von rund 40 Millionen Franken verbleiben rund 75 Prozent in Form von Aufträgen bei Unternehmen im Kanton Uri. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme folgen zusätzliche Steuereinnahmen für den Kanton und die Gemeinde Wassen, über eine halbe Million Franken jährlich an Wasserzinsen für den Kanton Uri sowie die Korporation Uri und zudem schaffen Betrieb und Unterhalt des Kraftwerks qualifizierte Arbeitsplätze in der Region. Auch das Meiental profitiert direkt vom Projekt: Dank des Neubaus werden die Zuleitungen ins Meiental verkabelt, wodurch die Versorgungssicherheit weiter erhöht wird. Zudem wird eine Glasfaserleitung bis zur Wasserversorgung gezogen, die von Dritten zugemietet werden kann. Beat Baumann, Gemeindepräsident von Wassen, sagte als Vertreter der lokalen Bevölkerung: «Das Kraftwerkprojekt im Meiental bei uns in der Gemeinde Wassen ist ein gutes Beispiel dafür, wie solche Projekte auch konkrete Wertschöpfung für die Bevölkerung vor Ort schaffen.»
Kurt Schuler, Präsident der Korporation Uri, sagte: «Ich freue mich, dass wir als Korporation Uri zusammen mit dem Kanton Uri, den Urner Gemeinden und energieUri Teil der Erfolgsgeschichte der Urner Wasserkraft sind. Das Kraftwerk Meiental ist ein weiteres Beispiel, das diese Erfolgsgeschichte unterstreicht.» Der Baustart ist bereits im vergangenen September erfolgt und die Bauarbeiten sind trotz anspruchsvoller Witterung auf Kurs. Aktuell laufen unter der Leitung unter der Gesamtleitung vom Urner Energiedienstleister energieUri die Arbeiten an der Druckleitung sowie an der neuen Kraftwerkszentrale. In dieser werden ab voraussichtlich Ende 2028 mit einer Leistung von 10 Megawatt jährlich 34 Gigawattstunden erneuerbarer Strom produziert. Dies entspricht dem Jahresbedarf von über 7500 Haushalten. An der Kraftwerk Meiental AG sind die energieUri AG, der Kanton Uri, die Korporation Uri und die Gemeinde Wassen beteiligt.

Die anwesenden Vertreter von der Kraftwerk Meiental AG, dem Kanton Uri, der Korporation Uri, der Gemeinde Wassen, der lokalen Bevölkerung sowie dem am Bau beteiligten Gewerbe.


